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Leitung Grundbildung: Barbara Emmerich M.A., Tel.: 0631/36258-22   Sekretärin: Gabriele Nagel, Tel.: 0631/36258-19   
Leitung Schulabschlüsse: Dipl. Päd. Susanne Zens; Tel.: 0631/36258-13   Sekretär: Peter Graf; Tel.: 0631/36258-15 

Kursdetails

Wiesenwandern und Wiesenlernen: Bildungsfreistellung zum Klimawandel mit täglichen Exkursionen, Workshops und Vorträgen (BFG)

Anmeldung möglich Anmeldung möglich

Kursnr. BD5555
Beginn Mo., 01.06.2026, 10:00 - 16:00 Uhr
Dauer 3 Termine
Kursort Pfalz/Vorderpfalz
Gebühr 98,00 €
Teilnehmer 8 - 15
Dokumente Programm BD5555

Kursbeschreibung

Auf die Frage „was ist eigentlich eine Wiese?“ erntet man in der Regel ein Lächeln. Klar, das weiß doch jedes Kind: eine Wiese ist grün, mit Blumen übersät und dort weiden Tiere.
Aber das ist nicht alles. Wiesen in unseren Breiten haben sich schon seit der Eiszeit mit dem Sesshaftwerden der Menschen entwickelt. Der Rodung des Waldes folgten sie als die Flächen, auf denen Futter für die Tierhaltung gewonnen wurden. Gleichzeitig siedelten sich auf diesem Meer an Gräsern viele sonnenhungrige Pflanzen, Tiere und Insekten an, die ein ganz neues Biotop erschufen, das an Vielfalt seinesgleichen sucht. Heute bezeichnen wir diese Wiesen als einen Hotspot der Biodiversität und sie werden sogar mit der Schönheit und Vielfalt der Korallenriffe verglichen.
Doch jetzt das „aber“: diese ursprünglichen Wiesen sind nicht zu verwechseln mit dem heutigen Grünland, das bis zu 5 mal jährlich gemäht wird. Auch die Kühe bleiben zumeist im Stall. Die einstige Blumenwiese, dieses Meer aus leuchtenden Farben mit vielen Bewohnern wie Grashüpfern, Grillen, Bienen  und Schmetterlingen, ist seit den 60er Jahren eine Rarität geworden. Dazu gehört auch der blühende Feldrain, sozusagen eine Miniwiese, die wir kaum noch in der Feldflur antreffen.
Warum das so ist, wollen wir im Wiesenseminar ergründen. Zugleich gibt es noch Restbestände der verschiedenen Wiesenformen von feucht bis trocken, die alle ihren ganze eigenen Reize und Besonderheiten haben. Sie genauer kennen zu lernen eröffnet einen ganz neuen und zugleich alten Blick auf dieses wunderbare Kulturgut Wiese, das zugleich auch ein wertvoller Kräutergarten der Natur ist, den der Mensch für seine Gesundheit nutzen kann. Wir besuchen eine Streuobstwiese, eine Magerwiese und schließlich das Weltkulturerbe Queichwiesen, in denen das Wasser eine entscheidende Rolle für die Pflanzen- und Tierwelt spielt.

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