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Selbstbestimmung am Lebensende
Anmeldung möglich
| Kursnr. | BD7105 |
| Beginn | Fr., 12.06.2026, 17:00 - 18:30 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | WBZ, Raum 133 |
| Gebühr | 5,00 € |
| Teilnehmer | 10 - 50 |
Kursbeschreibung
In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben e. V.Im Nachgang zur Filmvorführung von "GOTT" (20. Mai, 14 Uhr, Union-Studio für Filmkunst Kaiserslautern) hält Reinhard Konermann diesen informativen Vortrag zum Thema "Selbstbestimmung am Lebensende" mit anschließender Diskussion.
Der ärztlich assistierte Suizid findet in Deutschland in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem bahnbrechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 ist als Voraussetzung für die Freitodbegleitung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen genannt.
Das Urteil ist weltweit einzigartig, weil es nicht begründet wird mit Barmherzigkeit und Leidensminderung, sondern mit dem Recht auf Selbstbestimmung und der Würde jedes einzelnen Menschen (Artikel 1 des GG: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.)
Jeder darf helfen
Leider helfen nur sehr wenige Arzt:innen, weil sie immer noch verunsichert sind. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Menschen über ihre Rechte am Lebensende aufzuklären und sie zu unterstützen. Seit dem Urteil im Jahr 2020 hat die DGHS mehr als 2.000 Menschen an professionelle Freitodhelfer vermittelt. Jeweils eine Jurist:in und eine Ärzt:in bilden ein Team.
In dem Vortrag geht es konkret um folgende Themen:
Die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland
Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage vom Oktober 2024
Die Herausforderungen bei der Umsetzung
Die derzeitige Praxis der Freitodbegleitung
Die Angehörigen und der Freitod
Freitodbegleitung bei „lebenssatten“ Menschen und Doppelbegleitungen
Referent: Reinhard Konermann, DGHS-Kontaktstellenleiter Südwest
Die DGHS ist mit über 60.000 Mitglieder die größte Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 für das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende ein.
WBZ, Raum 133, Georg-Michael-Pfaff-Saal
Kanalstraße 367655 Kaiserslautern


